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Eingliederungshilfe & Teilhabe

Heilpädagogik

Heilpädagogik setzt auf einen ersten Berufsabschluss auf: Förderung, Diagnostik und Beratung bei Menschen mit Beeinträchtigung – an der Fachschule oder im Studium.

20 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Heilpädagogik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.650 € 4.000 € 43.800 €
Mit Berufserfahrung 3.750 € 4.100 € 4.500 € 49.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.150 € 4.550 € 5.000 € 54.600 €

Gerundete Orientierungswerte; Gehaltsangaben enthalten die Anzeigen dieses Portals nicht, die Datenquelle führt keine solche Spalte. Der Abschluss wirkt in den Entgeltsystemen als Qualifikationssprung gegenüber der Erstausbildung, allerdings nur, wenn die Stelle auch heilpädagogisch zugeschnitten ist. Daneben entscheiden Tarifbindung des Trägers, Bundesland, Fallverantwortung und ein etwaiger Leitungsanteil. Ohne heilpädagogischen Zuschnitt der Stelle bleibt die Eingruppierung häufig die der Erstausbildung; fragen Sie im Gespräch nach der Stellenbeschreibung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Heilpädagogin?

Sie arbeitet dort, wo der Alltag allein nicht weiterhilft: bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Beeinträchtigungen, Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Behinderung. Der Unterschied zur allgemeinen pädagogischen Arbeit liegt in der Methode. Heilpädagogik beobachtet systematisch, beschreibt den Entwicklungsstand, formuliert Ziele und arbeitet mit klar gewählten Verfahren – Spiel, Bewegung, Gestalten, Musik, Wahrnehmungsförderung – auf diese Ziele hin.

Der Alltag besteht aus heilpädagogischer Diagnostik und Förderplanung, Einzel- und Gruppenförderung, Beratung von Eltern und Fachkräften, Dokumentation der Verläufe und Abstimmung mit Therapeuten, Ärzten, Schulen und Kostenträgern. In der Kita übernehmen Heilpädagoginnen oft die Inklusionsarbeit und die Fachberatung des Teams, in der Frühförderung die Fallverantwortung, in Einrichtungen der Eingliederungshilfe die fachliche Leitung von Förderprozessen.

Die Heilpädagogik ist dabei selten die einzige Maßnahme. Sie läuft neben Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und schulischer Förderung, und ein großer Teil der Wirkung entsteht in der Abstimmung: Wer verfolgt welches Ziel, wer beobachtet was, wer spricht mit den Eltern. Ohne diese Absprachen arbeiten mehrere Fachkräfte am selben Kind aneinander vorbei.

Wie wird man Heilpädagogin?

Auf zwei Wegen, und beide setzen etwas voraus. Der klassische ist die Weiterbildung an einer Fachschule für Heilpädagogik. Sie dauert in Vollzeit je nach Bundesland eineinhalb bis zwei Jahre mit 1.860 bis 2.440 Unterrichtsstunden, berufsbegleitend zweieinhalb bis vier Jahre. Zugang hat, wer staatlich anerkannter Erzieher ist oder eine gleichwertige berufliche Qualifikation erworben hat – in der Praxis kommen viele aus der Heilerziehungspflege. Der Abschluss lautet „staatlich anerkannte Heilpädagogin“ beziehungsweise „staatlich anerkannter Heilpädagoge“.

Der zweite Weg ist das Studium. Dafür genügt die Fachhochschulreife; eine abgeschlossene Ausbildung in einem pädagogischen oder therapeutischen Beruf erleichtert die Zulassung, ist aber nicht zwingend. Angeboten werden seit dem Bologna-Prozess Bachelor- und Masterprogramme.

Weil dieser Beruf fast immer auf einem ersten Abschluss aufsetzt, ist er kein Einstiegsberuf. Wer mit sechzehn hierher will, geht zuerst den Weg über Fachschule oder Heilerziehungspflege.

Was der Beruf verlangt

Genaues Hinsehen und Geduld mit kleinen Schritten. Fortschritte sind in diesem Feld selten spektakulär, und man muss sie bemerken können, um sie begründen zu können – gegenüber Eltern, Team und Kostenträger.

Dazu kommt die Belastung, die niemand in der Stellenanzeige liest: die Arbeit mit herausforderndem Verhalten, das Aushalten von Grenzen der eigenen Wirksamkeit, Gespräche mit Eltern, die eine andere Wahrheit hören wollen, und ein hoher Schreibanteil. Förderpläne, Berichte und Nachweise gegenüber Kostenträgern nehmen einen erheblichen Teil der Arbeitszeit ein.

Aussichten

Solide, aber der Bereich ist klein – in diesem Portal ein schmaler Ausschnitt, und Stellen entstehen meist dort, wo eine Einrichtung Inklusion oder Frühförderung ausbaut. Der Abschluss wirkt vor allem als Qualifikationssprung: Er öffnet Fachberatung, Fallverantwortung, Praxisanleitung und Leitung, und er verschiebt die Eingruppierung. Wer ihn hat, ist in Kita, Schule, Frühförderung und Eingliederungshilfe gleichermaßen einsetzbar.

Aufgaben

  • Entwicklungsstände heilpädagogisch erheben und beschreiben
  • Förderpläne mit überprüfbaren Zielen erstellen
  • Einzel- und Gruppenförderung durchführen
  • Eltern und Fachkräfte fachlich beraten
  • Inklusionsarbeit in Kita und Schule anleiten
  • Verläufe dokumentieren und gegenüber Kostenträgern belegen
  • Mit Therapeuten, Ärzten und Schulen abstimmen
  • Teams bei herausforderndem Verhalten begleiten

Voraussetzungen

  • Staatliche Anerkennung als Heilpädagogin oder Heilpädagoge
  • Vorherige Ausbildung als Erzieher oder gleichwertige Qualifikation
  • Alternativ ein Bachelorstudium der Heilpädagogik
  • Erweitertes Führungszeugnis und Masernschutznachweis
  • Genaue Beobachtung und Bereitschaft zum Schreiben
  • Geduld mit langsamen Entwicklungsschritten

Wo man arbeitet

  • Frühförderstellen und interdisziplinäre Frühförderung
  • Inklusive Kindertagesstätten und Förderkitas
  • Förderschulen und schulische Förderzentren
  • Einrichtungen und Werkstätten der Eingliederungshilfe
  • Beratungsstellen und Rehabilitationseinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Zwei Wege führen zum Abschluss. Die Weiterbildung an einer Fachschule für Heilpädagogik dauert in Vollzeit je nach Bundesland eineinhalb bis zwei Jahre mit 1.860 bis 2.440 Unterrichtsstunden, berufsbegleitend zweieinhalb bis vier Jahre; Zugang hat, wer staatlich anerkannter Erzieher ist oder eine gleichwertige berufliche Qualifikation erworben hat. Sie endet mit der staatlichen Anerkennung. Der zweite Weg ist ein Bachelorstudium der Heilpädagogik, für das die Fachhochschulreife genügt; eine pädagogische oder therapeutische Erstausbildung erleichtert die Zulassung, ist aber nicht zwingend.

Offene Stellen als Heilpädagogik

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Erzieherinnen und Erzieher arbeiten mit staatlicher Anerkennung in Krippe, Kindergarten, Hort, Wohngruppe und Förderschule – ausgebildet nicht im Betrieb, sondern an der Fachschule für Sozialpädagogik.

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Heilerziehungspflege ist eine eigene Ausbildung mit staatlicher Anerkennung: Begleitung von Menschen mit Behinderung in Wohnen, Arbeit und Alltag – der größte Bereich dieses Portals.

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Pädagogische Fachkraft ist die Bezeichnung, unter der Träger ausschreiben, wenn mehrere Abschlüsse passen – wer als Fachkraft gilt, regeln die Länder und nicht der Bund.

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