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Pädagogische Fachkräfte

Pädagogische Fachkraft

Pädagogische Fachkraft ist die Bezeichnung, unter der Träger ausschreiben, wenn mehrere Abschlüsse passen – wer als Fachkraft gilt, regeln die Länder und nicht der Bund.

123 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Pädagogische Fachkraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.350 € 3.650 € 40.200 €
Mit Berufserfahrung 3.450 € 3.800 € 4.150 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.850 € 4.200 € 4.550 € 50.400 €

Die Werte sind gerundete Orientierungswerte. Gehaltsangaben führen die Anzeigen dieses Portals nicht – in der Datenquelle gibt es dafür keine Spalte. Bei diesem Titel wirkt zuerst der eigene Abschluss, weil er die Eingruppierung bestimmt, dann die Tarifbindung des Trägers, dann das Bundesland und die Einrichtungsgröße. Zuschläge für Schicht-, Wochenend- und Nachtdienst kommen nur dort hinzu, wo solche Dienste anfallen. Prüfen Sie vor der Zusage, welche Entgeltgruppe der Träger für Ihren Abschluss vorsieht.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine pädagogische Fachkraft?

Sie arbeitet in einer Gruppe und trägt für sie Verantwortung – in der Kita, im Ganztag, in der Wohngruppe, in der Eingliederungshilfe. Der Titel beschreibt eine Funktion und keinen Abschluss, und genau deshalb steht er über so vielen Anzeigen: Der Träger sucht jemanden, der als Fachkraft eingesetzt werden darf, und lässt offen, über welchen Weg diese Qualifikation erworben wurde.

Die Arbeit selbst unterscheidet sich nicht von der einer Erzieherin: Entwicklung beobachten und dokumentieren, Bildungsangebote planen, Eltern beraten, das Team tragen, mit Frühförderung, Schule, Jugendamt und Therapeuten zusammenarbeiten. In der Kita kommt die Umsetzung des Bildungsplans des Landes hinzu, in der Jugendhilfe die Mitwirkung an der Hilfeplanung, in der Eingliederungshilfe die Teilhabeplanung.

Wer als Fachkraft gilt

Das ist die Frage, die hinter dem Titel steckt, und sie wird nicht im SGB VIII beantwortet, sondern in den Kita-Gesetzen und Personalverordnungen der Länder. Anerkannt sind dort regelmäßig Erzieherinnen und Erzieher mit staatlicher Anerkennung, staatlich anerkannte Kindheitspädagogen, Heilerziehungspflegerinnen und Heilpädagogen sowie Absolventen der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik mit staatlicher Anerkennung.

Nicht als Fachkraft in diesem Sinne zählen in der Regel die kürzeren Landesausbildungen – Kinderpflege, sozialpädagogische Assistenz, Sozialassistenz. Sie sind als Ergänzungs- oder Zweitkraft eingesetzt, mit anderer Verantwortung und anderer Eingruppierung. Wer sich auf eine Fachkraftstelle bewirbt, sollte deshalb vorher wissen, wie das jeweilige Land den eigenen Abschluss einordnet; bei einem Umzug über eine Landesgrenze kann die Antwort anders lauten.

Der zweite Teil der Auskunft: Träger schreiben diesen Titel auch dann aus, wenn sie faktisch jeden nehmen, den die Personalverordnung zulässt. Eine Anzeige ohne Nennung des Abschlusses ist also kein Hinweis auf ein niedrigeres Anforderungsniveau, sondern auf eine offene Tür.

Was die Stelle verlangt

Fachlichkeit, die sich begründen lässt – wer als Fachkraft arbeitet, muss erklären können, warum er etwas tut, gegenüber Eltern, Team und Aufsicht. Dazu Belastbarkeit: Lärm, Arbeiten auf Kinderhöhe, Infektionen, in Wohngruppen Schicht- und Wochenenddienst. Und die Fähigkeit, unter Personalmangel zu arbeiten, ohne die eigene Arbeit aufzugeben. Zusammengelegte Gruppen und kurzfristige Dienstplanänderungen gehören in vielen Einrichtungen zum Alltag.

Dazu Teamfähigkeit im harten Sinn: In einer Gruppe arbeiten mehrere Erwachsene mit unterschiedlicher Ausbildung, unterschiedlichem Alter und unterschiedlicher Auffassung davon, wie viel Struktur Kinder brauchen. Diese Unterschiede auszuhalten und trotzdem gemeinsam verlässlich zu sein, ist die eigentliche Leistung des Berufs.

Aussichten

Dies ist der größte Stellenbereich dieses Portals, und er bleibt es. Wer eine anerkannte Fachkraftqualifikation hat, hat bundesweit die Wahl – auch zwischen Arbeitsfeldern, denn dieselbe Urkunde öffnet Kita, Jugendhilfe und Eingliederungshilfe. Weiter geht es über die Fachschulweiterbildung zur Heilpädagogik, über ein Studium oder über die Leitung einer Einrichtung. Wer die Fachkraftqualifikation noch nicht hat, findet in den Ländern berufsbegleitende Wege dorthin; sie sind lang, aber sie sind vorhanden.

Aufgaben

  • Eine Gruppe pädagogisch führen und verantworten
  • Entwicklung beobachten und Dokumentation fortschreiben
  • Bildungsangebote am Bildungsplan des Landes ausrichten
  • Eltern beraten und Entwicklungsgespräche führen
  • An Hilfe- und Teilhabeplanung mitwirken
  • Ergänzungskräfte und Auszubildende anleiten
  • Mit Schule, Jugendamt und Therapeuten zusammenarbeiten
  • Den Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII im Alltag umsetzen

Voraussetzungen

  • Ein Abschluss, den die Personalverordnung des Landes anerkennt
  • Staatliche Anerkennung, wo der Abschluss sie vorsieht
  • Erweitertes Führungszeugnis und Masernschutznachweis
  • Fähigkeit, das eigene Handeln fachlich zu begründen
  • Belastbarkeit bei Lärm, Infektionen und Personalausfall
  • Bereitschaft zu wechselnden Diensten und Gruppenzusammenlegungen

Wo man arbeitet

  • Kindertagesstätten und Krippen
  • Ganztagsschulen, Horte und Schulkindbetreuung
  • Wohn- und Tagesgruppen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe
  • Förderschulen und schulische Ganztagsangebote

Der Weg in den Beruf

Es gibt keine Ausbildung mit diesem Namen – der Titel bündelt mehrere Wege. Der häufigste ist die Fachschule für Sozialpädagogik mit staatlicher Anerkennung als Erzieherin oder Erzieher. Daneben führen das Bachelorstudium der Kindheitspädagogik, die Ausbildung in der Heilerziehungspflege, die Fachschulweiterbildung zur Heilpädagogik und das Studium der Sozialen Arbeit oder Sozialpädagogik mit staatlicher Anerkennung zum Fachkraftstatus. Welche Abschlüsse zählen, regelt das Kita-Gesetz oder die Personalverordnung des Bundeslandes; die Listen weichen zwischen den Ländern voneinander ab.

Offene Stellen als Pädagogische Fachkraft

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3.100 – 4.600 €

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