Zum Inhalt springen

Frühe Bildung & Kita

Kinderpflege

Kinderpflege und sozialpädagogische Assistenz sind kürzere Landesausbildungen: Arbeit in der Gruppe als Ergänzungskraft – und der häufigste Zugang zur Fachschule.

14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Kinderpflege verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 2.900 € 3.100 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.250 € 3.500 € 39.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.550 € 3.800 € 42.600 €

Gerundete Orientierungswerte; Gehaltsangaben stehen in den Anzeigen dieses Portals nicht, die Datenquelle führt keine solche Spalte. Der Abstand zur Fachkraft ist systematisch und liegt in der Eingruppierung, nicht in der Leistung. Darüber hinaus entscheiden die Tarifbindung des Trägers, das Bundesland, der Stundenumfang und die Frage, ob anerkannte Vorerfahrung angerechnet wird. Eine Nachqualifizierung zur Fachkraft verschiebt die Eingruppierung dauerhaft. Auch Randzeiten- und Springerzuschläge gehören in diese Rechnung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht die Kinderpflege?

Sie arbeitet in der Gruppe mit, und zwar an fast allem, was den Tag ausmacht: Kinder begleiten, spielen, anregen, trösten, beim Essen, Wickeln und Anziehen helfen, Räume und Material vorbereiten, bei Ausflügen dabei sein, Beobachtungen an die Fachkraft weitergeben. In der Krippe liegt der Schwerpunkt auf Pflege und Beziehung, im Kindergarten stärker auf Spiel und Anregung, im Hort auf Hausaufgaben, Essen und Freizeit.

Der Unterschied zur Fachkraft ist kein Unterschied in der Zuwendung, sondern in der Verantwortung. Die Ausbildung gilt in den Personalverordnungen der Länder überwiegend als Ergänzungs- oder Zweitkraft und nicht als pädagogische Fachkraft. Das heißt in der Praxis: keine alleinige Gruppenverantwortung, in der Regel keine Anleitung von Auszubildenden, keine Leitung. Dass die Arbeit im Alltag dennoch fast dieselbe aussieht, ist eine der ehrlichsten Auskünfte über dieses Feld – und der Grund, warum viele nach einigen Jahren die Fachschule anschließen.

Wie viel jemand tatsächlich übernimmt, hängt stark vom Haus ab. In gut besetzten Teams ist die Aufgabenteilung klar; in knapp besetzten verschwimmt sie, und zwar zulasten der Ergänzungskraft, die dann Dinge verantwortet, für die sie nicht eingruppiert ist.

Je nach Land heißt derselbe Weg anders: Kinderpflegerin in Bayern, Baden-Württemberg und mehreren östlichen Ländern, sozialpädagogische Assistenz oder Sozialassistenz in anderen. Die Bezeichnung wechselt, die Stellung im Team meist nicht.

Wie wird man Kinderpflegerin?

Über eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule. Sie dauert in der Regel zwei Jahre in Vollzeit; in Baden-Württemberg kommt ein Berufspraktikum hinzu, womit der Weg drei Jahre umfasst. Zugang haben Bewerber mit Hauptschulabschluss, Berufsschulreife oder einem gleichwertigen Abschluss – das ist der niedrigste Zugang, den dieses Berufsfeld kennt, und für viele der entscheidende.

Der Abschluss ist auch ein Schlüssel. Er ist in mehreren Ländern der reguläre Zugang zur Fachschule für Sozialpädagogik, in einigen sogar der vorgeschriebene. Wer mit fünfzehn oder sechzehn nicht weiß, ob dieser Beruf passt, kann den Weg damit in zwei Schritten gehen, statt sich sofort für fünf Jahre zu entscheiden.

Was der Beruf verlangt

Körperkraft und Geduld. Heben, Tragen, Wickeln, Arbeiten in Bodennähe, dauerhafte Geräuschkulisse, Infektionen. Dazu Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, sich in ein Team einzuordnen, in dem die pädagogische Letztverantwortung bei anderen liegt – das ist für manche der schwierigere Teil.

Ehrlich benannt gehört dazu auch: Die Bezahlung liegt unter der einer Fachkraft, die Belastung nicht. Bei Personalausfall stehen Ergänzungskräfte faktisch häufig allein in der Gruppe, ohne dafür eingruppiert zu sein. Wer diese Stelle annimmt, sollte im Gespräch klären, wie das Haus damit umgeht.

Aussichten

Stellen gibt es, aber deutlich weniger als für Fachkräfte – Träger schreiben Fachkraftstellen aus, weil sie Fachkräfte brauchen, um Betriebserlaubnis und Personalschlüssel zu erfüllen. Der wirtschaftlich wie fachlich naheliegende Schritt ist deshalb die Weiterqualifizierung: Fachschule für Sozialpädagogik, in Teilzeit oder berufsbegleitend, oder ein Wechsel in die Heilerziehungspflege.

Aufgaben

  • In der Gruppe mitarbeiten und Kinder begleiten
  • Beim Essen, Wickeln und Anziehen unterstützen
  • Spiel- und Bewegungsangebote vorbereiten und begleiten
  • Räume, Material und Mahlzeiten vorbereiten
  • Beobachtungen an die Fachkraft weitergeben
  • Bei Ausflügen und Festen mitwirken
  • Hygiene- und Aufsichtspflichten einhalten
  • Randzeiten und Ausfälle im Dienstplan abdecken

Voraussetzungen

  • Abschluss in Kinderpflege oder sozialpädagogischer Assistenz
  • Hauptschulabschluss oder Berufsschulreife für den Zugang
  • Erweitertes Führungszeugnis und Masernschutznachweis
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und Lärm
  • Bereitschaft, ohne alleinige Gruppenverantwortung zu arbeiten
  • Verlässlichkeit bei Früh-, Spät- und Randzeitdiensten

Wo man arbeitet

  • Krippen und Kindertagesstätten
  • Kindergärten kommunaler und freier Träger
  • Horte und Schulkindbetreuung
  • Betriebskindertagesstätten
  • Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Kinder

Der Weg in den Beruf

Die Ausbildung ist schulisch und Landesrecht. Sie läuft an einer Berufsfachschule und dauert in der Regel zwei Jahre in Vollzeit; Baden-Württemberg hängt ein Berufspraktikum an und kommt damit auf drei Jahre. Zugang ist mit Hauptschulabschluss, Berufsschulreife oder einem gleichwertigen Abschluss möglich. Die Bezeichnung wechselt je Land zwischen Kinderpflege, sozialpädagogischer Assistenz und Sozialassistenz. Der Abschluss gilt überwiegend als Ergänzungskraft und ist in mehreren Ländern der reguläre – teils vorgeschriebene – Zugang zur Fachschule für Sozialpädagogik.

Offene Stellen als Kinderpflege

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Erzieher

Erzieherinnen und Erzieher arbeiten mit staatlicher Anerkennung in Krippe, Kindergarten, Hort, Wohngruppe und Förderschule – ausgebildet nicht im Betrieb, sondern an der Fachschule für Sozialpädagogik.

Offene Stellen
118
Monatsbrutto
3.100 – 4.600 €

Heilerziehungspflege

Heilerziehungspflege ist eine eigene Ausbildung mit staatlicher Anerkennung: Begleitung von Menschen mit Behinderung in Wohnen, Arbeit und Alltag – der größte Bereich dieses Portals.

Offene Stellen
103
Monatsbrutto
3.100 – 4.700 €

Kita, Kindergarten & Krippe

Anzeigen, die die Einrichtung nennen und nicht die Rolle: Arbeiten in Kita und Krippe – vom Gruppendienst über die Zweitkraft bis zur Springerstelle im Verbund.

Offene Stellen
16
Monatsbrutto
2.800 – 4.500 €

Pädagogische Fachkraft

Pädagogische Fachkraft ist die Bezeichnung, unter der Träger ausschreiben, wenn mehrere Abschlüsse passen – wer als Fachkraft gilt, regeln die Länder und nicht der Bund.

Offene Stellen
123
Monatsbrutto
3.000 – 4.550 €

Diese Seite setzt nur die Cookies, die für den Betrieb nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.