Kita, Kindergarten & Krippe
Anzeigen, die die Einrichtung nennen und nicht die Rolle: Arbeiten in Kita und Krippe – vom Gruppendienst über die Zweitkraft bis zur Springerstelle im Verbund.
16 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kita, Kindergarten & Krippe verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.600 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.700 € | 4.050 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.700 € | 4.100 € | 4.500 € | 49.200 € |
Gerundete Orientierungswerte, keine Erhebung: Die Anzeigen dieses Portals enthalten keine Gehaltsangaben, die Datenquelle führt dafür keine Spalte. Die Spanne ist hier besonders breit, weil der Titel Fachkraft- und Ergänzungsstellen zusammenfasst und beide unterschiedlich eingruppiert werden. Darüber hinaus entscheiden die Tarifbindung des Trägers, das Bundesland, der Stundenumfang und die Frage, ob Randzeiten oder Springerdienste vergütet werden. Klären Sie deshalb vorab, ob die Stelle als Fachkraft oder als Ergänzungskraft besetzt wird.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was heißt es, in einer Kita zu arbeiten?
Diese Sammelrolle steht für die Anzeigen, die den Ort nennen und die Rolle offen lassen – „Mitarbeit in unserer Kita“, „Verstärkung für unsere Krippengruppe“, „Springerkraft im Kita-Verbund“. Was hinter solchen Texten steckt, reicht von der Fachkraftstelle mit Gruppenverantwortung über die Zweit- und Ergänzungskraft bis zur Aushilfe für Randzeiten.
Die Arbeit im Haus selbst ist in allen Fällen dieselbe Grundform: eine Gruppe von Kindern über den Tag begleiten, Bildungsangebote machen, beobachten und dokumentieren, Mahlzeiten und Ruhezeiten gestalten, Eltern beim Bringen und Abholen ansprechen, im Team übergeben. Dazu kommt die Arbeit am Haus: Raumgestaltung, Materialpflege, Feste, Aushänge, Elternabende, Hygiene- und Schutzkonzepte.
Der Unterschied zwischen den Stellen liegt in der Verantwortung. Eine Fachkraft führt die Gruppe und begründet die pädagogische Arbeit; eine Ergänzungskraft arbeitet mit, ohne die Gruppe allein zu verantworten. Beides steht mitunter in derselben Anzeige, und wer sich bewirbt, sollte nachfragen, welche der beiden Stellen gemeint ist.
Wie man hineinkommt
Über eine Fachkraftqualifikation – Fachschule, Kindheitspädagogik, Heilerziehungspflege, Soziale Arbeit – oder über eine kürzere Landesausbildung als Kinderpflege beziehungsweise sozialpädagogische Assistenz. Beide Wege führen in dieselben Häuser, aber nicht auf dieselben Stellen.
Für Quereinsteigende gibt es in den Ländern eigene Zugänge: berufsbegleitende Nachqualifizierungen, Assistenzkurse, in manchen Ländern eine Anerkennung von Vorerfahrung im Einzelfall. Diese Wege sind ungleich geregelt und unterschiedlich lang; verbindlich ist immer die Verordnung des Landes, in dem gearbeitet werden soll. Wer aus einem anderen Beruf kommt, sollte den eigenen Abschluss vor der Bewerbung beim Träger oder beim Landesjugendamt einordnen lassen. Das kostet einen Anruf und verhindert, dass eine Zusage an der Personalverordnung scheitert.
Zwei Nachweise braucht jeder, und früher als gedacht – ein erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII und der Masernschutznachweis. Die Betriebserlaubnis des Hauses nach § 45 SGB VIII hängt unter anderem an der Einhaltung dieser Pflichten.
Was die Arbeit verlangt
Körperliche Robustheit. Arbeiten in Bodennähe und auf Kinderhöhe, Heben und Tragen, dauerhafter Lärm, Infektionswellen im Winter. Dazu Stimme, Geduld und die Fähigkeit, bei Unterbesetzung den Überblick zu behalten – zusammengelegte Gruppen und Ausfälle gehören in vielen Häusern zum Alltag und nicht zur Ausnahme.
Und ein Punkt, der bei der Stellenwahl mehr entscheidet als der Träger: das Team. Ob Übergaben stattfinden, Vorbereitungszeit tatsächlich zur Verfügung steht und wer bei einem Konflikt mit Eltern hinter der Fachkraft steht, unterscheidet zwei Häuser derselben Größe stärker als jede Tarifbindung.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und regional nahezu überall vorhanden. Wer in der Kita anfängt und bleiben will, kann sich fachlich vertiefen – Sprachförderung, Inklusion, Krippenpädagogik, Praxisanleitung – oder in die Leitung gehen. Wer ohne Fachkraftqualifikation begonnen hat, findet in der Nachqualifizierung den Weg zur Fachkraft; für viele Träger ist das inzwischen ein Angebot und keine Zumutung.
Aufgaben
- Eine Kindergruppe über den Tag begleiten
- Bildungsangebote vorbereiten und durchführen
- Beobachtungen festhalten und Portfolios pflegen
- Mahlzeiten, Schlaf- und Wickelzeiten gestalten
- Eltern bei Bringen und Abholen ansprechen
- Räume, Material und Außengelände in Ordnung halten
- Übergaben im Team und mit Randzeitkräften abstimmen
- Hygiene- und Schutzkonzepte des Hauses einhalten
Voraussetzungen
- Fachkraftqualifikation oder anerkannte Ergänzungsqualifikation
- Erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII
- Masernschutznachweis vor dem ersten Arbeitstag
- Körperliche Belastbarkeit für Lärm, Heben und Bodenarbeit
- Verlässlichkeit in Früh-, Spät- und Randzeitdiensten
- Deutschkenntnisse für Elterngespräche und Dokumentation
Wo man arbeitet
- Kindertagesstätten kommunaler Träger
- Kitas in kirchlicher Trägerschaft
- Einrichtungen freier Träger und Wohlfahrtsverbände
- Elterninitiativen und Kinderläden
- Betriebskindertagesstätten großer Arbeitgeber
Der Weg in den Beruf
Für die Arbeit in der Kita gibt es keinen eigenen Ausbildungsberuf, sondern zwei Ebenen. Als Fachkraft arbeitet, wer einen von der Personalverordnung des Landes anerkannten Abschluss hat – Fachschule für Sozialpädagogik, Kindheitspädagogik, Heilerziehungspflege, Heilpädagogik, Soziale Arbeit. Als Ergänzungs- oder Zweitkraft arbeitet, wer eine kürzere Landesausbildung in der Kinderpflege oder der sozialpädagogischen Assistenz abgeschlossen hat. Für Quereinsteigende führen berufsbegleitende Nachqualifizierungen zur Fachkraft; Zugang, Dauer und Anerkennung regeln die Länder unterschiedlich.
Offene Stellen als Kita, Kindergarten & Krippe
In der Suche fortsetzenWerkstudent (m/w/d) für unseren Kindergarten
Verwandte Berufe
Erzieher
- Offene Stellen
- 118
- Monatsbrutto
- 3.100 – 4.600 €
Kinderpflege
- Offene Stellen
- 14
- Monatsbrutto
- 2.700 – 3.800 €
Kita- & Einrichtungsleitung
- Offene Stellen
- 50
- Monatsbrutto
- 3.800 – 6.200 €
Pädagogische Fachkraft
- Offene Stellen
- 123
- Monatsbrutto
- 3.000 – 4.550 €
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